Herzlichen Glückwunsch!

Du fragst dich warum? – Wenn du dich mit dem Thema „Die erste Lohnabrechnung“ beschäftigst, dann scheint es deinem Unternehmen so gut zu gehen, dass du Unterstützung brauchst und dich vergrößerst. Manchmal muss man aber auch andere Situationen überbrücken und einen Arbeitnehmer einstellen.

Ich möchte dir heute einige Begriffe näher bringen und dir erklären welche Arten der Beschäftigung es gibt.

Fangen wir also an:

Formelle erste Schritte

Um eine Lohnabrechnung und die damit verbundenen Meldungen erstellen zu können, benötigst du eine Betriebsnummer. Die Betriebsnummer bekommst du auf Online-Antrag bei der Bundesagentur für Arbeit – Link: https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/bno-ui/index.html#/.

Als nächstes musst du dich bei der für dich zuständigen Berufsgenossenschaft (kurz: BG) anmelden. Die Anmeldung soll binnen einer Woche nach Eröffnung des Unternehmens bzw. der Einstellung von Arbeitnehmern erfolgen.

Aufgrund der Vielzahl von Berufsgenossenschaften ist eine grundsätzliche Aussage, wer sich bei welcher BG anmelden muss, nicht möglich, aber wenn du virtuelle Assistentin, Coach oder Berater bist, dann ist die VBG (Verwaltungs-BG) dein Ansprechpartner. Bei den selbstständigen Mompreneurs kommt es ganz auf die ausgeführte Tätigkeit an. Hierzu könnt ihr mir gerne eine Mail schicken oder einen Kommentar hinterlassen.

 

Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag kann sowohl schriftlich als auch mündlich vereinbart werden. Der schriftliche Arbeitsvertrag ist allerdings zu empfehlen, da damit beide Parteien abgesichert sind. Im Vertrag müssen einige wichtige Dinge vereinbart werden (z.B. Entlohnung, Arbeitszeiten, Urlaub, Kündigung, etc.). Ich werde diese Thema in einem der nächsten Blogartikel noch einmal genauer erläutern.

 

Möglichkeiten der Beschäftigung

  • geringfügige Beschäftigung (sog. Minijob oder 450€-Job)
    Bei einem Minijob darf der Angestellte regelmäßig nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Dafür zahlt der Arbeitgeber pauschale Abgaben (derzeit etwas mehr als 30%). Der Angestellte hat bei Aufnahme der Beschäftigung die Möglichkeit sich von der Rentenversicherung befreien zu lassen. In der Folge wird ihm kein Anteil vom Lohn einbehalten. Dafür ist aber zwingend ein Antrag notwendig.
  • kurzfristige Beschäftigung
    Eine solche Beschäftigung liegt dann vor, wenn die Beschäftigung auf drei Monate oder auf 70 Arbeitstage im Kalenderjahr im Voraus begrenzt ist. Außerdem darf die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt werden (das gilt nur, wenn Entgelt höher als 450,-€). Der Unterschied im Vergleich zum Minijob liegt darin, dass der Arbeitgeber keine Sozialversicherung zahlen muss. Hier wird nur die Lohnsteuer einbehalten.
  • Gleitzone
    Wenn ein Angestellter z.B. unbefristet oder länger als drei Monate/70 Tage im Voraus eingestellt wird (also keine kurzfristige Beschäftigung) und das Gehalt zwischen 450,01€ und 850,00 € liegt, dann liegt eine Beschäftigung in der Gleitzone vor. Hierbei werden die Sozialabgaben zwar regelmäßig fällig, aber werden nicht in gleichen Teilen verteilt. Die Verteilung erfolgt stufenweise, sodass der Angestellte zunächst weniger als der Arbeitgeber zahlt.
  • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
    Darunter versteht man alle „normal“ angestellten Mitarbeiter, die z.B. einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, in Teil- oder Vollzeit arbeiten, etc.. Die Sozialabgaben werden hälftig auf den Arbeitgeber und -nehmer verteilt.

 

Das war ein erster Überblick, damit du dich mit ein paar Begriffen vertraut machen kannst.
Hast du noch Fragen?
Dann melde dich gerne bei mir. Ich freue mich von dir zu hören.

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