Hast du dich schon mal gefragt was eine „Buchhaltung“ eigentlich ist?

• ja? nein? – vielleicht ein wenig? •

Jeder wird dir etwas anderes sagen, denn jeder interpretiert die Buchhaltung auf seine Weise.

Ich zeige dir heute was die Buchhaltung für dich als Mompreneur, Coach oder Berater überhaupt bedeutet und warum du dich damit beschäftigen musst.

Eins vorab – die Buchführungspflicht laut Gesetz betrifft dich in den meisten Fällen überhaupt nicht – warum?

Du bist doch Existenzgründer, Solopreneur, Kleinunternehmer.. oder?
Und genau da liegt in der Regel auch schon die Begründung.

Aber fangen wir mal von vorne an.

Es gilt zuerst die Buchführungspflicht nach Handelsrecht (kurz: HGB) zu prüfen:

 

Verpflichtend ist die Buchhaltung also für alle Kaufleute – entweder aufgrund der Tätigkeit (Handelsgewerbe) oder der Rechtsform (z.B. GmbH). Man kann aber eine Erleichterung in Anspruch nehmen.

Die Erleichterung besteht für Einzelkaufleute, wenn sie an den letzten zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen (in der Regel der 31.12.) maximal 600.000,-€ Umsatz und 60.000,-€ Gewinn ausweisen.

Wenn du also unter die Grenzen fällst, dann bist du auch nicht buchführungspflichtig. Was das heißt erkläre ich dir weiter unten.

Als Zweites muss aber auch die Buchhaltungspflicht nach Steuerrecht geprüft werden:

 

Vorab: Wer nach Handelsrecht verpflichtet ist, für den gilt die Pflicht auch nach Steuerrecht!

Nach Steuerrecht ist widerrum nur buchführungspflichtig, wer folgende Grenzen übersteigt:

• Umsätze mehr als 600.000,-€ im Kalenderjahr oder
• Gewinn aus Gewerbebetrieb mehr als 60.000,-€ im Wirtschaftsjahr (in der Regel das Kalenderjahr)

Wie du siehst auch hier die gleichen Grenzen, nur das beim Handelsrecht die Grenzen gleichzeitig erfüllt sein müssen. Beim Steuerrecht genügt schon die Überschreitung einer Grenze.

Jetzt bist du zu dem Entschluss gekommen, dass du gar nicht buchführungspflichtig bist?
Aber bitte jetzt nicht alles über den Haufen werfen 🙂

Es gibt nämlich noch sowas wie Aufzeichnungspflichten!
Diese gelten für alle Unternehmer, die nicht buchführungspflichtig sind – also Gewerbetreibende und auch Freiberufler.

 

Auch für die Aufzeichnungen gilt, dass diese u.a. vollständig, richtig, zeitnah und geordnet erfolgen müssen.

Folgende Aufzeichnungen sind zu führen:
• tägliche Kasseneinnahmen und -ausgaben
• Warenein- und -ausgang gesondert mit genauen Angaben
• Bemessungsgrundlage für Lieferungen und Leistungen
• Umsätze getrennt nach Steuersätzen
• bestimmte Betriebsausgaben z.B. Geschenke an Geschäftsfreunde, Bewirtungskosten, geringwertige Wirtschaftsgüter
• Lohnaufzeichnungen bei Beschäftigung von Arbeitnehmern

Daneben gelten noch weitere berufsspezifische Aufzeichnungspflichten.

Was hat das denn jetzt aber für weitere Folgen?

buchführungspflichtig = Erstellung einer Bilanz (Einnahmen und Ausgaben werden schon bei Leistung versteuert)
nicht buchführungspflichtig = Erstellung einer Gewinnermittlung (Einnahmen und Ausgaben werden erst bei Zahlung berücksichtigt)

Jetzt bist du dran!
Hast du noch Fragen? Dann melde mich gerne bei mir.

Liebste Grüße
Deine

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?